Meine Tipps für besseres Schlafen: Da ich, seitdem ich mit dem Miracle Morning begonen habe (relativ) früh aufstehe – meistens um 5:05 Uhr – muss ich dafür sorgen, dass ich vorher ausreichend Schlaf bekomme und mich nicht stundenlang schlaflos in meinem Bett wälze. Vielleicht fragst Du Dich schon, wie ich das eigentlich mache: zur gewünschten Zeit einschlafen und dann in hoher Qualität durchschlafen, um am nächsten Morgen fit und ausgeruht aufzuwachen.

Daher habe ich Dir hier einmal meine 5 + 1 besten Tipps zusammengestellt – die jeder einfach nachmachen kann.

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Besser einschlafen

Bildschirmarbeit und Fernsehen

Ich vermeide Bildschirmarbeit und Fernsehen vor dem Schlafengehen. Mit Bildschirmarbeit meine ich nicht nur echte „Arbeit“. Auch das Herumspielen oder Lesen auf dem Tablet oder Smartphone zähle ich dazu. Sämtliche Bildschirme der gängigen Unterhaltungs-Devices haben die unangenehme Eigenschaft, einen besonders hohen Anteil von Licht im Blauspektrum auszustrahlen. Und dieses blaue Licht verhindert das Einschlafen. Denn es unterdrückt die Produktion von Melatonin – dem Hormon, das uns müde macht und einschlafen lässt.

Langzeitstudien haben außerdem ergeben, dass das abendliche Licht im Blauspektrum auf lange Sicht unseren circadianen Rhythmus aus dem Takt bringen und dadurch zu ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden führen kann.

Spätestens 90 Minuten, bevor ich ins Bett gehe, werden bei mir alle Devices ausgeschaltet. Die Zeit ohne diese Medien kann ich bestens zum Meditieren und für meine Abendaffirmation nutzen.

fluxWer vom Medienkonsum partout nicht lassen kann, dem stehen gedruckte Bücher aus Papier zur Verfügung. Wenn man Abends noch am PC / Tablet arbeiten will sollte man sich aber zumindest die kostenlose Software f.lux installieren. Je nach Tageszeit reguliert das Programm die Farbeinstellungen des Monitors und reduziert den Blauanteil.

Kühl schlafe ich viel besser

optimale_temperatur_schlafenDer Einfluss der körpereigenen Thermoregulation auf den Schlaf ist nicht zu unterschätzen. Vor dem Einschlafen sinkt die Körperkerntemperatur ab. Im Sommer oder in einem gut geheizten Schlafzimmer kann es daher zu Einschlafstörungen kommen. Die ideale Temperatur im Schlafzimmer liegt übrigens zwischen 16 und 20°C.

Unser inneres Thermostat ist der Hypothalamus, ein Teil des Zwischenhirns, der sowohl das das vegetative Nervensystem als auch den Hormonhaushalt beeinflusst. Neben unserer Körpertemperatur steuert er auch den circadianen Rhythmus und somit den Schlaf.

Bei so viel Verantwortung, die der Hypothalamus zu tragen hat, sollte er natürlich optimal in Form gehalten werden. Dazu gehört eine gesunde Ernährungsweise. Auch Stress und Ängste wirken sich auf seine Funktion aus. Daher ist es extrem wichtig, auch seelisch cool zu bleiben.

Zusammen mit der Hirnanhangdrüse und der Nebennierenrinde bildet der Hypothalamus die HPA-Achse. Störungen in diesem Bereich können sich negativ auf unser Körpergewicht, unsere Sexualität und unser Immunsystem auswirken. Vor alle aber wird von der sauberen Funktion der HPA-Achse beeinflusst, wie gut wir mit Stress umgehen können. Umgekehrt erhöht ein hoher Stresslevel die Körpertemperatur.

Wichtig ist also, dass Sorgen und Stress keinen großen Raum in meinem Leben bekommen – erst recht nicht abends vorm Einschlafen.

Mein Extra-Tipp: Nimm etwa zwei Stunden vor dem Einschlafen ein warmes Bad! Die Körperkerntemperatur steigt dadurch zwar zunächst an, sinkt dann aber ab.

Magnesium-Öl

Ich setze auf Magnesium, das Anti-Stress-Mineral !

Das Mineral Magnesium ist ein echtes Multitalent. Es hält den Kreislauf auf Trab, verbessert Blutzuckerwerte und den Blutdruck, beugt Muskelverspannungen vor, wirkt schmerzlindernd und beruhigt das Nervensystem. Deshalb benötigt der Körper viel Magnesium.

Eine Unterversorgung mit Magnesium ist in der Bevölkerung weit verbreitet. Leider funktioniert die Aufnahme von Magnesium über die Nahrung nur bedingt, denn ein großer Teil geht im Verdauungsprozess ungenutzt verloren. Zu große Mengen können Durchfall verursachen.

Ich habe eine bessere Möglichkeit gefunden, meinen Körper mit der Menge Magnesium zu versorgen, die er benötigt. Denn schon seit vielen hundert Jahren ist bekannt, dass der Körper Magnesium transdermal, also über die Haut, aufnehmen kann.

Magnesiumöl selbst herstellen

Magnesiumöl selbst herstellenIch stelle mir mein Magnesium Öl Spray selber her. Dazu löse ich Magnesium in Wasser auf und fülle die Lösung in eine Pumpsprayflasche. Das Magnesium, das ich jeden Abend direkt vor dem Schlafengehen in die Haut aufsprühe und dann einreibe, wird sehr gut aufgenommen. Generell kann man Magnesium transdermal überall dort aufbringen, wo er gerade nötig erscheint. Besonders gern trage ich es allerdings mitten auf der Brust auf, genau über meinem Herzen. Im Nacken- und Schulterbereich wirkt es ganz hervorragend gegen Stress.

Mein persönliches Rezept für Magnesiumöl und ein „DIY Video“ findet ihr im Artikel „Magnesiumöl selbst herstellen„.

Wer schläft sündigt nicht – wer vorher sündigt schläft besser

Ein gesundes Liebesleben lässt mich besser schlafen ! 

Du kennst das vermutlich: Nach einem gemütlichen Schäferstündchen wirst Du verdammt müde. Das liegt an der Ausschüttung eines wahren Hormoncocktails. Vor allem Oxytocin spielt eine große Rolle und baut wie das ebenfalls ausgeschüttete Serotonin Stress ab. Darüber hinaus kurbelt es die Ausschüttung weiterer stimmungsaufhellender Hormone an.

Auch für Prolactin, ein weiteres Hormon, dessen Spiegel im Blut beim sexueller Befriedigung ansteigt, wurde ein Zusammenhang zu einem guten und tiefen Schlaf festgestellt.

Sex kann durchaus Sport sein und der macht bekanntlich ebenfalls müde. Dass man dabei auch noch ein paar Kalorien verbrennt, muss ich wohl nicht erwähnen. Ob nun der Satz „Schatz … Du willst doch besser schlafen, dann … “ nun das Argument für Sex ist / werden wird, könnt Ihr mir gerne in die Kommentare schreiben.

Und wenn Du Dein Bett gerade mit niemandem teilst? Mensch, Du hast zwei hoffentlich gesunde Hände und ein bisschen Fantasie – NEIN keine „Filmchen“ zur Animierung – wäre dann ja wieder „Bildschirmarbeit“!

Keine eltektronischen Geräte

In mein Schlafzimmer kommen keine elektronischen Geräte mehr !

elektrosmog_bettIn meinem erstem Tipp habe ich ja schon angesprochen, dass Smartphone, Tablet und Co. vor dem Schlafengehen tabu sein sollten. Aber es gibt noch mehr Gründe, diese Geräte vollständig aus dem Schlafzimmer zu verbannen.

Vor allem Smartphones liegen ja häufig auf dem Nachttisch, weil sie als Wecker dienen und morgens als Erstes – oder am Ende sogar mitten in der Nacht – E-Mails und die soziale Netzwerke gecheckt werden.

Das erste Problem ist hier der psychologische Druck, der entsteht. Mit dem Smartphone nehmen wir auch Sorgen und To-Do-Listen mit ins Bett. Nicht nur unsere eigenen, sondern oft auch noch die von Dritten.

Hinzu kommen die elektromagnetischen Felder, die von diesen Devices ausgehen. Dieses elektromagnetische Dauerfeuer stört die Kommunikation zwischen unseren Körperzellen. Und diese misslungene Kommunikation kann die Hormone im Körper durcheinander bringen und bis hin zu Autoimmunerkrankungen oder sogar bösartigen Zellentartungen – also Krebs – führen.

Ich persönlich wünsche mir nichts davon, sondern möchte ein langes und gesundes Leben führen.

PLUS Eins

Ich habe mit sog. Feldfreischalter installieren lassen. Diese unterbrechen die Stromzufuhr zum Schlafzimmer und den anliegenden Räumen, sobald der letzte Verbraucher ausgeschaltet ist. Über den Sinn oder Unsinn davon will ich gar nicht diskutieren – das würde den Rahmen hier sprengen. Ich habe zumindest den Eindruck, dass es hilft (kann auch Placebo Effekt sein), Ich werde jedoch bald ein Interview mit einem Baubiologen hier veröffentlichen – das Interview ist nun hier zu finden: Interview mit dem Baubiologen Paul Düpper (dort findet man auch die Feldfreischalter)